Friday, August 10, 2007

Whistler

Die naechste Station war Whistler, das groesste Skigebiet in Kanada und im Sommer bestens geeignet zum Wandern.
Wir waren in einem total netten Jugendherrberge direkt an einem See gelegen, mit Panoramablick auf die Berge ringsum. Da wir auch noch tolles Wetter hatten natuerlich ideal.
Ausserdem hatten wir das Glueck, dass gerade in dieser Zeit das groesste Mountainbike-Festival der Welt, Crankworx genannt, stattfand.
Wirklich interessant das mal anzuschauen, wenn die Fahrer auch ziemlich lebensmuede sind. Wir haben einige ueble Stuerze gesehen.
Natuerlich waren wir auch einige Male wandern, am Rainbowlake beispielsweise, der tatsaechlich noch gefroren war. Wir sind natuerlich unwissender Weise die 850 Hoehenmeter raufgekrackselt, uns im Tshirt totgeschwitzt und dann oben angekommen fast erfroren.
Hier in Kanada muss man wettertechnisch immer auf alles gefasst sein, soviel haben wir dazu gelernt.
Einen Tag waren wir mit der Gondel hoch oben auf dem Whistler Mountain, dort bin ich beim Wandern dappert wie ich bin(Kristina, nicht Marc!) voll in einen Fluss reingefallen und musste die ganze restliche Zeit mit nassen Fuessen herumlaufen. Aber sonst war die Aussicht natuerlich herrlich und die Bergseen gigantisch tuerkisblau.

Monday, July 23, 2007

Vancouver Island

Nach Vancouver Island sind wir mit einer riesigen Faehre gekommen und das bei wundervoll warmen, sonnigen Wetter.
Dort waren wir zuerst in Victoria, der Hauptstadt, welche ganz und gar in britischem Stil gbaut ist.
Es gibt hier tolle, alte Gebaeude und man fuehlt sich hier ein wenig mehr zu Hause (zumindest was die europaeischen Staedte angeht).
Hier sind wir dann auf ein Musikfestival gestossen, mit kleinen brasilianischen Gruppen und einem Ska-Abend.

Anschliessend waren wir ein paar Tage bei Marcs ehemaligen Mitbewohner Andrej und seiner Familie. Er hat vor 3 Jahren Carlie, eine Kanadierin geheiratet und lebt seitdem dort. Nun haben die beiden eine kleine einjaehrige und unheimlich suesseTochter -Ayla.
Sie haben uns ganz herzlich aufgenommen und uns einiges in der Umgebung gezeigt. So ist Marc z.B. endlich wieder zu seinen heiss geliebten Laugenbroetchen gekommen, von einer echten deutschen Baeckerei auf der Insel.
Wir hatten zusammen eine tolle Zeit, waren in Parks, am Strand, mit der Faehre unterwegs und haben uns gegenseitig lecker bekocht.

Die naechste Etappe war dann Tofino an der Westkueste. Dort gibt es richtigen Regenwald mit atemberaubenden Wanderwegen. Dementsprechend oft regnet es allerdings auch und unsere Vorstellung vom erholsamen Strandurlaub wurde doch relativ schnell zu Nichte gemacht.
Die Straende hier sind einfach genial, weisser Sand mit tausenden voll Muscheln und das Wasser ist eiskalt.
Hier gibt es jede Menge Surfer und komischer Weise sehr viele Deutsche. So haben wir Silke aus dem Allgaeu und Andreas aus der Pfalz kennen gelernt, mit denen wir lustige Abende verbrachten.
Mit Silke haben wir eine 50 km lange Radtour gemacht und sind klatschnass zurueckgekommen, aber das scheint hier normal zu sein.
Am naechsten Tag sind wir dann los nach Ucluelet auf eine naechste Regenwaldwanderung direkt an der Kueste, und natuerlich wieder mal im Regen.
Am letzten Tag haben wir dann noch 2 deutsche Lehrerinnen kennengelernt, die uns mit ihrem Mietwagen netterweise mit nach Nanaimo (die letzte Station auf der Insel) genommen haben.

Nun sind wir hier in Nanaimo und mitlerweile etwas reiseerschoepft. So haben wir mal 2 Tage etwas langsamer gemacht, viel gelesen und gespielt und werden morgen nochmal auf eine kleinere Insel herueberfahren.

Vancouver

In Vancouver angekommen, nach 11 stuendiger Nachtfahrt, waren wir ziemlich erledigt und gleichzeitig geschockt. Wir fuhren naemlich mit dem Bus (5.30 Uhr morgends) durch schlimmste Viertel zu unserer Jugendherrberge - die Drogenszene hier ist die groesste in Kanada.
2 Stunden spaeter sassen wir allerdings schon direkt am Pazifik bei Sonnenaufgang und Marc hat von seiner Family erfahren, dass er in Mannheim an der Berufsschule anfangen kann. Das sind wirklich Momente des Gluecks im Leben....
Vancouver ist wirklich eine tolle Stadt, mit so viel abwechslungsreichen Moeglichkeiten.
Wir waren in tollen Museen, im riesigen Stanleypark, im botanischen Garten, in einem grossen Aquarium,auf Granville Island,Chinatown, Gastown,am Strand und in den vielen netten Einkaufsstrassen.
Abends haben wirs gerade noch ins Bett geschafft.

Sunday, July 22, 2007

Die letzte Farm oder vielmehr Campingplatz

Nun sind wir auf einem Campigplatz in der Naehe von Nelson-der Hippiestadt-angekommen.
Dort sind wir anstatt der versprochenen Suite in einem winzigen Wohnwagen, Modell 18. Jahrhundert untergebracht.
Aber gut, wir sind ja nicht waehlerisch. Ausserden ist die Natur drum herum umso schoener, es ist mitten im Wald und direkt an einem Fluss gelegen.
Die Familie ist sehr gestresst und hat wenig Zeit fuer uns, sie haben zwei adoptierte Kinder aus Nepal, welche in unseren Augen ziemlich verzogen sind.
Brian, der Vater, arbeitet taeglich von 4 Uhr in der Fruehe bis Abends um 22 Uhr, waehrend Chris (seine Frau) den Campingplatz organisiert.
Sie beide sind schon in der ganzen Welt herumgekommen, haben aber die offene, freundliche "Traveller-Art" irgendwie verloren oder sind einfach zu gestresst.
Also machen wir eben unser eigenes Ding, wobei hier auch nicht viel los ist. Wir koennen nur nach Nelson fahren, welches 50 km entfernt liegt und die Busverbindung aeusserst bescheiden ist. Leider sind die Schnaken hier auch so dermassen schlimm, dass nicht an Wandern oder Abends draussen sitzen zu denken ist.
Dafuer haben sie uns mal ihr Kanu geliehen und wir sind einen halben Tag den Fluss entlang geschippert.Einfach herrlich mit der Aussicht auf bewaldete Berge.
Ausserdem haben wir eine super nette Kanadierin ( Betty) kennen gelernt, die uns im Supermarkt angequatscht und uns spontaner Weise auf einen Ausflug eingeladen hat. Sie kennt sich in der Region bestens aus und hat uns einiges gezeigt, so dass wir einen wundervollen Tag zusammen verbracht haben.
Ach und eine Hochzeit durften wir gluecklicherweise auch miterleben.
Auf dem Campingplatz muessen wir uebrigends ordentlich anpacken( mal wieder Unkraut rupfen, Kabinen saeubern, Holzarbeiten, Steinmauern bauen, etc.), haben aber auch genuegend freie Zeit.
Am ersten Tag hatte ich glaub ich einen kleinen Hitzeknall, da wir 5 Std. in der prallen Sonne Schwerstarbeit verrichten mussten. Die darauffolgenden Tage waren aber dann weniger anstrengend und abwechslungsreicher, wie z.B. Kompost bearbeiten - ich glaube ich habe noch nie im Leben was schlimmeres gerochen.

Saturday, June 16, 2007

Farmerlebnis die Zweite

Angekommen in Pincher Creek wurden wir erstmal von David sehr herzlich empfangen, der uns gleich mit so viel Informationen ueber das Leben hier und all seinen Bekannten ueberschuettet hat, dass wir vollkommen ueberfordert waren.
Er ist ein sehr aussergewoehnlicher Mensch, leidenschaftlicher Musiker, restauriert alte Pferdekutschen und schaut aus wie Almoei aus den 70ern.

Heidi lebt fuer ihre Pferde, eine wunderschoene kanadische Rasse, mit denen sie auch Tuniere reitet.
Fuer sie arbeiten wir hier eigentlich, wir versuchen die Invasion von Burdock auf deren Land zu beseitigen. Das ist eine Pflanze, die Misteln bildet, welche dann die Maehne der Pferde uebersaehen.
Ausserdem gibt es hier Huehner und 7 Katzen, die zur Freude Marcs (der alles bestens mit der Kamera festhaelt)staendig mit Maeusen oder Erdhoernchen ankommen und sie vor der Haustuer verspeisen.

Es ist so ein grandioser Platz hier, eine sehr grosse Farm, die von einem Fluesschen durchquert wird. Wir treffen immer wieder auf Rehkitze, die im hohen Grass liegen.
Sie versuchen das Land natuerlich zu belassen und arbeiten mit einigen Indianern zusammen, das Reservat befindet sich gleich nebenan.

Wir sind hier richtig in die Familie integriert, sie zeigen uns alles Sehenswerte in der Umgebung und wir duerfen sogar deren Auto benutzen.
So waren wir beispielsweise bei einer deutschen Kollonie, die sich die Wiederteufer nennen und wie vor hundert Jahren leben. Sie kleiden sich dementsprechend, sprechen oesterreichisch und organisieren sich total selbst ( mit eigener Kirche, Schule, Leder-,Holz-und Metallproduktion und natuerlich Landwirtschaft). Dank David, der dort einige Leute kennt, haben wir eine extra Fuehrung bekommen, wirklich aeusserst interessant.
Dann waren wir noch im Waterton Nationalpark wandern, wo wir erneut von Baeren (diesmal ein Schwarzbaer) beglueckt wurden.

Und natuerlich im Provincial Park, in dem Heidi arbeitet. Dort war es mehr Querfeldeinwandern, da die Wege kaum beschildert geschweigedenn ersichtlich sind. Da dort ebenfalls viele Baeren und Elche ( die wohl weitaus gefaehrlicher sind)leben waren wir mehr singender- und rufenderweise unterwegs.

Wednesday, May 23, 2007

Banff

So, nun sind wir mit viel Glueck in Banff angekommen. Das Greyhound-Busunternehmen hat naemlich ein Tag vor unserer Abreise zu streiken begonnen. Netterweise hat uns Val, eine Freundin der Farmer gegen die Buskosten her gefahren, nachdem auch kein Mietwagen mehr zu bekommen war.
Wir sind in einer grandiosen Jugendherrberge im wunderschoenen Nationalpark untergebracht. Man lernt so viele nette Leute kennen, z.B. Noell, ein Kanadier der uns gleich am ersten Tag angequatscht hat. Mit ihm sind wir viel unterwegs und haben jede Menge Spass. Er ist ein unheimlich lieber, tiefgruendiger Mensch, mit irischer Abstammung- daher wohl auch aeusserst trinkfest.


Wir wandern taeglich und geniessen die Natur. Viele Tiere konnten wir schon beobachten.


Abends sind wir immer in der kleinen Bar der Jugendherrberge mit Billard, Kicker und Dat.
Heute hat Jan seinen 24. Geburtstag, und wir haben letzte Nacht spontan entschieden gleich in der Fruehe einen Ausritt mitzumachen. War total aufregend und lustig, Marc hatte etwas Probleme mit der Lenkung....die Notbremse hat er schliesslich doch gefunden.


Nach dem Ritt, gings heftig hiken. Leider haben wir noch immer keinen Baeren gesehen.
Jetzt noch ein paar Bilder dieser traumhaften Gegend.





So, nun sind wir fuers erste befriedigt- wir sind einem Grizzly mit zwei Jungen ca. 15 m entfernt von uns begegnet! Wow, das war beeindruckend, er ist in seiner vollen Groesse fuer uns aufgestanden und war gluecklicherweise ganz friedlich.
Wir waren mit Beth unterwegs, eine Aerztin aus Edingburgh, die total ausser sich war vor Angst.
Schliesslich mussten wir diesen unbeschreiblichen Nationalpark, bepackt mit all diesen wundervollen Eindruecken und Erlebnissen, wieder verlassen um uns ins naechste Farmabenteuer zu begeben.

Farmexpeience

So, nun haben wir unsere ersten Erfahrungen auf der Farm hinter uns. Sie war in Millet in der Naehe von Edmonton gelegen, ziemlich in der Pampa gelegen. Das "Anwesen" wie man auf dem unschwer erkennen kann gehoert einer recht wohlhabenden Familie. Es gab sehr viele Annehmlichkeiten, wie HotTub, Billardtisch,Sonnenuntergaenge auf dem Balkon und wunderschoen gelegen. Ausserdem haben sie einen unglaublich suessen Hund namens Jake, der sich so freut jedesmal, wenn man das Haus verlaesst.

Es war alles in allem eine gute Erfahrung, wir hatten es uns nur ein wenig anders vorgestellt. Mit den Farmern hatten wir nicht wirklich viel zu tun, fuer sie waren wir mehr Arbeiter und sie schienen nicht so recht an uns als Person interessiert. Anfangs mussten wir ziemlich lange Arbeiten, was wir aber bald angesprochen haben, und so waren es letztendlich 6 Std. pro Tag und insgesamt leider nur 2 freie Tage in der ganzen Zeit. So konnten wir nicht viel von der Gegend besichtigen, ausser Edmonton mit der groessten Mall der Welt.

Wirklich beeindruckend mit Wasserpark, Kino, Freizeitpark und tausend Geschaeften. Diesmal war es erstaunlicherweise umgekehrt, ich kann schon gar nicht mehr zaehlen wieviel Schuhgeschaefte wir wegen neuer Sommerschuhe fuer Marc durchwandert haben....
Die Farmarbeit bestand hauptsaechlich aus Umpflanzen von Blumen und Gemuese, Aussaeen auf den Feldern und Unkraut rupfen(die mit Abstand angenehmste Arbeit! Aber mein Ruecken hat sich erstaunlicherweise schnell daran gewoehnt).

Super war, dass wir in der Zeit Florian aus Frankreich und Jan aus Hamburg kennengelernt haben, der seine Zeit auf der Farm frueher abgebrochen hat, um uns nach Banff zu begleiten. Danach beginnt er seinen Sommerjob auf einer Fishing lodge.