Saturday, June 16, 2007

Farmerlebnis die Zweite

Angekommen in Pincher Creek wurden wir erstmal von David sehr herzlich empfangen, der uns gleich mit so viel Informationen ueber das Leben hier und all seinen Bekannten ueberschuettet hat, dass wir vollkommen ueberfordert waren.
Er ist ein sehr aussergewoehnlicher Mensch, leidenschaftlicher Musiker, restauriert alte Pferdekutschen und schaut aus wie Almoei aus den 70ern.

Heidi lebt fuer ihre Pferde, eine wunderschoene kanadische Rasse, mit denen sie auch Tuniere reitet.
Fuer sie arbeiten wir hier eigentlich, wir versuchen die Invasion von Burdock auf deren Land zu beseitigen. Das ist eine Pflanze, die Misteln bildet, welche dann die Maehne der Pferde uebersaehen.
Ausserdem gibt es hier Huehner und 7 Katzen, die zur Freude Marcs (der alles bestens mit der Kamera festhaelt)staendig mit Maeusen oder Erdhoernchen ankommen und sie vor der Haustuer verspeisen.

Es ist so ein grandioser Platz hier, eine sehr grosse Farm, die von einem Fluesschen durchquert wird. Wir treffen immer wieder auf Rehkitze, die im hohen Grass liegen.
Sie versuchen das Land natuerlich zu belassen und arbeiten mit einigen Indianern zusammen, das Reservat befindet sich gleich nebenan.

Wir sind hier richtig in die Familie integriert, sie zeigen uns alles Sehenswerte in der Umgebung und wir duerfen sogar deren Auto benutzen.
So waren wir beispielsweise bei einer deutschen Kollonie, die sich die Wiederteufer nennen und wie vor hundert Jahren leben. Sie kleiden sich dementsprechend, sprechen oesterreichisch und organisieren sich total selbst ( mit eigener Kirche, Schule, Leder-,Holz-und Metallproduktion und natuerlich Landwirtschaft). Dank David, der dort einige Leute kennt, haben wir eine extra Fuehrung bekommen, wirklich aeusserst interessant.
Dann waren wir noch im Waterton Nationalpark wandern, wo wir erneut von Baeren (diesmal ein Schwarzbaer) beglueckt wurden.

Und natuerlich im Provincial Park, in dem Heidi arbeitet. Dort war es mehr Querfeldeinwandern, da die Wege kaum beschildert geschweigedenn ersichtlich sind. Da dort ebenfalls viele Baeren und Elche ( die wohl weitaus gefaehrlicher sind)leben waren wir mehr singender- und rufenderweise unterwegs.