Sunday, July 22, 2007

Die letzte Farm oder vielmehr Campingplatz

Nun sind wir auf einem Campigplatz in der Naehe von Nelson-der Hippiestadt-angekommen.
Dort sind wir anstatt der versprochenen Suite in einem winzigen Wohnwagen, Modell 18. Jahrhundert untergebracht.
Aber gut, wir sind ja nicht waehlerisch. Ausserden ist die Natur drum herum umso schoener, es ist mitten im Wald und direkt an einem Fluss gelegen.
Die Familie ist sehr gestresst und hat wenig Zeit fuer uns, sie haben zwei adoptierte Kinder aus Nepal, welche in unseren Augen ziemlich verzogen sind.
Brian, der Vater, arbeitet taeglich von 4 Uhr in der Fruehe bis Abends um 22 Uhr, waehrend Chris (seine Frau) den Campingplatz organisiert.
Sie beide sind schon in der ganzen Welt herumgekommen, haben aber die offene, freundliche "Traveller-Art" irgendwie verloren oder sind einfach zu gestresst.
Also machen wir eben unser eigenes Ding, wobei hier auch nicht viel los ist. Wir koennen nur nach Nelson fahren, welches 50 km entfernt liegt und die Busverbindung aeusserst bescheiden ist. Leider sind die Schnaken hier auch so dermassen schlimm, dass nicht an Wandern oder Abends draussen sitzen zu denken ist.
Dafuer haben sie uns mal ihr Kanu geliehen und wir sind einen halben Tag den Fluss entlang geschippert.Einfach herrlich mit der Aussicht auf bewaldete Berge.
Ausserdem haben wir eine super nette Kanadierin ( Betty) kennen gelernt, die uns im Supermarkt angequatscht und uns spontaner Weise auf einen Ausflug eingeladen hat. Sie kennt sich in der Region bestens aus und hat uns einiges gezeigt, so dass wir einen wundervollen Tag zusammen verbracht haben.
Ach und eine Hochzeit durften wir gluecklicherweise auch miterleben.
Auf dem Campingplatz muessen wir uebrigends ordentlich anpacken( mal wieder Unkraut rupfen, Kabinen saeubern, Holzarbeiten, Steinmauern bauen, etc.), haben aber auch genuegend freie Zeit.
Am ersten Tag hatte ich glaub ich einen kleinen Hitzeknall, da wir 5 Std. in der prallen Sonne Schwerstarbeit verrichten mussten. Die darauffolgenden Tage waren aber dann weniger anstrengend und abwechslungsreicher, wie z.B. Kompost bearbeiten - ich glaube ich habe noch nie im Leben was schlimmeres gerochen.

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